Erdbeben von 1688Aus Lexikon der NationenAm 11. November des Jahres 1688 wurden weite Teile Celanos, sowie Gebiete in Lascona und Magiano durch ein Erdbeben zerstört. In vielen Städten im Norden und in der Mitte Novaras bebte am 11. 11. 1688 der Boden, Häuser stürzten in sich zusammen, Brände entstanden, ganze Städte wurden verwüstet. Die ehemalige antike Metropole Terrea Maximo wurde komplett zerstört und musste neu gegründet werden. Ebenfalls unbeschreibliche Schäden entstanden in Mediana, welches durch einen Großbrand und einen Tsunami fast komplett zerstört wurde, ebenso in der nördlich von Mediana gelegenen Region La_Costiera, welche vom Tsunami am heftigsten getroffen wurde. Das Epizentrum lag, so vermutet man, nur wenige Kilometer vor der Küste des heutigen Städtchen Roma und erreicht auf der Richterskala eine geschätzte Magnitude von 9. Genaue Opferzahlen sind nicht bekannt, doch lässt sich aus den Steuerlisten einiger Städte errechnen, wieviele Menschen starben. Allein Mediana hatte mehr als 50.000 Tote zu beklagen, die Küstenregion nördlich von Mediana war nach der Katastrophe weitgehend Menschenleer. Das Erdbeben hatte erhebliche wissenschaftliche, politische und kulturelle Auswirkungen: Die celanische Hauptstadt wurde ins neu gegründete Viscontia verlegt, Periugio holte wirtschaftlich zu Mediana enorm auf und wurde für die kommenden 100 Jahre neues wirtschaftlichen Zentrum von Celano. Das Erdbeben beschleunigte die Verbreitung von damals im Zeitgeist liegenden apokalyptischen Zirkeln und Gemeinschaften, wie zum Beispiel die Engelianer. Das Erdbeben war außerdem der Anlass zur Entwicklung der modernen Seismologie. |




