Fürstentum SersaleAus Lexikon der Nationen(Weitergeleitet von Sersale)
Dieser Artikel behandelt das Fürstentum Sersale. Für den gleichnamigen Schiffstyp siehe Sersale-Klasse.
Das Fürstentum Sersale ist ein reichsunmittelbares Herrschaftsgebiet innerhalb des Königreiches Gran Novara.
Geographie/LageSersale erstreckt sich über einen Großteil der novarischen Halbinsel und ist nahezu deckungsgleich mit der gleichnamigen Kulturregion. Es grenzt nördlich an das Fürstentum Magiano und die Autonome Republik Lascona. Im Süden grenzen das Fürstentum Marati und das Fürstbistum San Benedetto an Sersale. Das Fürstbistum Vikario grenzt ebenfalls an Sersale, ist aber der Kulturregion zugehörig. Die Ostküste Sersales liegt an der ladinischen Bucht, die Westküste an der Bucht der Feuerberge. Die Falkeninsel (Isola di Falcone) in der östlichen Bucht der Feuerberge ist dem Fürstentum zugehörig. Das Territorium ist im Norden von Bergketten durchzogen, während in Sersales Süden vornehmlich Flachland zu finden ist. Höchster Berg ist der Monte Impero (2055m) nahe Asetio. Der Lago Fontaso und der Lage Alengato sind die größten Seen in Sersale. Die Hauptstadt San Vincenzo liegt an der Bucht der Feuerberge und ist gleichzeitig die größte Stadt des Fürstentums. Weitere Großstädte sind Mancianti, Altamura, Sopra und Nova Ligure. GeschichteMit Terrea Maximo liegt eine der wichtigsten Städte des Medianischen Imperiums im heutigen Sersale. Terrea Maximo war neben der Hauptstadt Mediana Terra das wichtigste Wirtschaftszentrum des Reiches. Durch seine Lage an der Ladinischen Bucht war die Stadt bedeutend für den Handel mit den östlichen Reichsteilen und dem späteren Ladinischen Reich. Eine Handelsstraße, welche die novarische Halbinsel an den vorherrschenden Norden anschloss, sicherte Terrea Maximo sehr früh eine hohe Bedeutung innerhalb des Imperiums. Im Dunklen Zeitalter verfiel Terrea Maximo zunehmend, so dass die Stadt schon ab 600 n.Chr. nicht mehr nachweisbar ist. Im Zuge der entgültigen Christianisierung entstanden in Sersale viele Abteien, welche die Keimzellen für viele spätere Stadtgründungen waren. Um 672 erlangte die Abtei San Vincenzo di Sersale eine größere Bedeutung. Sersale war damals die Bezeichnung eines novarischen Stammes, der sich besonders gegen die Christianisierung wehrte. Abt Friccu di Sersale zwang den Stamm teilweise durch Waffengewalt zum Glaubenswechsel und führte ein eigens aufgestelltes Heer im Jahre 669 gegen den Stamm. Die Schlacht endete siegreich für die christlichen Truppen, und nachfolgende Plünderungszüge sicherten der Abtei die großen Reichtümer des Stammesvolkes. Teile dieses Vermögens wurden zum Bau einer Planstadt nach antikem Vorbild verwendet, dessen Zentrum die Abtei San Vincenzo di Sersale bildete. Die Stadt wurde 699 Sitz des valsantischen Metropoliten, und nach dem Bruch der novarisch-katholischen Kirche mit der valsantischen Sekte im Jahr 713 nahm der erste Primas seinen Sitz in San Vincenzo di Sersale, bis dieser im Rahmen der novarischen Exarchie im Jahr 1152 seinen Sitz in die Stadt Vikario verlegte. Während der Exarchie war San Vincenzo di Sersale ein Bistum ersten Ranges. Gebietszugewinne im Norden sicherten dem Bischof einen großen Einfluss innerhalb der Herrschaftsstrukturen. Mit der Ablösung der Kirchenherrschaft und der Gründung des ersten Königreiches eskalierte der Konflikt zwischen dem Bischof und den Adeligen im Herrschaftsbereich Sersale. Es begann ein Kleinkrieg auf sersalischem Boden, welcher letztendlich mit einer Niederlage für die Bischöfe endete. Vor allem Graf Luigi von Asetio tat sich als Heerführer auf Seiten der Adeligen hervor, so dass man ihn 1543 zum Oberhaupt der sersalischen Grafen erwählte. Als Truppen der südlichen Bistümer 1549 nach Sersale drängten, um die neue Vorherrschaft des Adels zu bekämpfen, schloss Graf Luigi einen Bund mit mehreren nördlichen Städten und dem Grafen von San Oratio. In einer entscheidenden Schlacht wurde die bischöfliche Koalition vernichtend geschlagen. Innerhalb von 4 Jahren eroberte ein Bund verschiedenster Adelsgeschlechter die weltliche Macht von den Bischöfen zurück und man rief im Jahr 1551 das erste Königreich auf novarischen Boden aus. Zum König erwählten die Oberhäupter der Regionen den Grafen von San Oratio. Es wurden sechs Fürstentümer gebildet, welche allesamt die Reichsunmittelbarkeit erhielten. Seit dieser Zeit trägt das Wappen Sersales das Wald- und Wiesenschwein. WirtschaftSersale verfügt über die größten Gas-Vorkommen Novaras. Vor der Küste - vor allem in der Bucht der Feuerberge - existieren weitläufige Fördergebiete, die vor allem von fürstlichen Unternehmen bewirtschaftet werden. In den Bergen rund um die Stadt Pescara wird seit der Antike Eisenerz abgebaut. Vor allem die Schwerindustrie in Mancianti und Novi Ligure, aber auch in Pescara selbst, versinnbildlichen den Begriff "Eisendreieck", der nach wie vor diese Region prägt. In der Ebene von Monte Basa gibt es auch einige Kohleförderstätten. San Vincenzo gilt neben Giordano als zweitgrößter Handelshafen des Reiches. Auch die größten Werften des Landes haben in der Hauptstadt ihren Sitz. Weiteres großes Standbein der Wirtschaft ist der Tourismus. Vor allem bei Badeurlaubern ist das Land zwischen zwei Küsten überaus beliebt. Die Baia di Mangare bietet mit ihren reizvollen Küstenstädten eine einzigartige Urlaubslandschaft. Die hervorragenden Anbindungen an den Norden, wie an den Süden, machen Sersale zum Hauptanlaufpunkt für ausländische Touristen. GliederungDas Fürstentum Sersale gliedert sich in fünf Grafschaften (Contea) und eine Reichsstadt. Die Grafschaften sind direkt dem Fürstentum unterstellt. Ihnen steht jeweils ein Graf (Conte) vor, der vom König auf Lebenszeit berufen wird und dadurch auch Mitglied des niedrigen Adels ist. Der Reichsstadt steht ein Bürgermeister vor. Die Grafschaften sind nochmals in Kommunen unterteilt, denen jeweils ein Bürgermeister vorsteht. Dieser kann - je nach Region - direkt gewählt oder durch den zuständigen Grafen berufen werden.
Nationen des Königreichs Gran Novara
Fürstentümer: Sersale | Marati | Celano | Magiano | Oriente Fürstbistum: Lega Cattolica Autonome Republiken: Lascona | Nuovo Dionii Protektorate: Gelidona | San Umberto | Novarisch-Westnerica | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||



